Unser Abwasser

Die Abwasserentsorgung ist Aufgabe der Kommunen, die diese an den ZWA Hainichen übergeben haben. Es gilt, die Gewässer als natürlichen Lebensraum und als Wasserressource wirksam zu schützen. Keine leichte Aufgabe in einem so hoch entwickelten und dicht besiedelten Industrieland wie Deutschland. Die zentralen Kläranlagen des ZWA Hainichen entsorgen Abwasser umweltfreundlich.

Phosphate vermehren Algen, wenn sie in stehende Gewässer ge­­lan­gen. Diese stören das bio­logische Gleichgewicht. Grei­fen Sie daher besser auf phosphatfreie Reini­gungs­mittel zurück.

Ramona Hälsig

Abteilungsleiterin Technik

Karte des Verbandsgebiets

Für die Abwasserbehandlung im Gebiet des ZWA Hainichen sind 75 Kläranlagen, davon sechs zentrale Kläranlagen im Einsatz mit mehr als 10.000 Einwohnerwerten. Unser Anschlussgrad für die öffentliche Abwasserbehandlung entspricht 64 Prozent. Das Kanalnetz ist circa 635 Kilometer lang. Es unterteilt sich in 330 Kilometer Mischwasser-, 217 Kilometer Schmutzwasser- und 88 Kilometer Regenwasserkanäle. Zum Schmutzwasser zählen das häusliche Abwasser, Bade-, Spül-, Wasch- und Fäkalabwasser sowie gewerbliches und industrielles Abwasser.

Abwasserentsorgung des ZWA

Kompetenz vor Ort im Bereich Abwasser

  • Kanalinspektionen (vor Ort mit TV-Technik)
  • Deformationsmessungen (statischer Zustand der Leitung)
  • Ermittlungen von Lageabweichungen
  • Schadensanalysen und Entwicklung von Sanierungsstrategien
  • Kontrolle der Indirekteinleiter und der Kläranlagen
  • Wartungsarbeiten
  • Regelmäßige Kanalreinigung
  • Instandhaltungsarbeiten in den Sonderbauwerken
  • Reparatur / Sanierung von Schadstellen
  • Laboranalysen

Kleineinleiterabgabe

Für die Einleitung von Abwässern in ein Gewässer wird durch den Freistaat eine Abwasserabgabe erhoben. Sie ist sowohl für Großeinleiter (Kläranlage ab 8 m³/d) als auch für Kleineinleiter (bis 8 m³/d) zu zahlen. Ziel der Abwasserabgabe ist es, die Gewässerbelastung durch die Behandlung des häuslichen Abwassers zu reduzieren.

Kleinkläranlagen

Insgesamt 64 Prozent Abwasser im ZWA Hainichen werden zentral in Kläranlagen gereinigt. Die größte Anlage im Verbandsgebiet ist die Zentralkläranlage Kriebethal. Haushalte und Anlagen, die nicht an die zentrale Abwasserbehandlung angeschlossen sind, reinigen ihre Abwässer über Kleinkläranlagen.

Mittels unserer mo­­der­nen Computertechnik ist eine kontinuierliche Kon­trolle verschiedener Anlagen im Trink- und Ab­wasser­be­reich jederzeit möglich.

Sabine List

Systemadministratorin

Der Freistaat hat mit der Förderrichtlinie „Siedlungswasserwirtschaft 2007“ und deren Neufassung im Jahr 2009 erstmalig die Möglichkeit eröffnet, für die dezentrale grundstücksbezogene Abwasserbehandlung eine Förderung zu gewähren. Dieses Verfahren wird maßgeblich durch die Sächsische Aufbaubank (SAB) als Bewilligungsstelle geprägt. Der Zweckverband (ZWA) als abwasserbeseitigungspflichtige Körperschaft hat in dem Förderverfahren dabei die Funktionen zugeordnet bekommen, die Antragstellung und Abwicklung bis hin zur Auszahlung der Mittel verwaltungstechnisch zu begleiten.

Wie wird das Abwasser gereinigt?

Wartungsprotokolle

Digitales Wartungsprotokoll für Kleinkläranlagen


Der Zweckverband Kommunale Wasserver- / Abwasserentsorgung „Mittleres Erzgebirgsvorland“ hat am 28.04.2017 eine Änderung der Rumpfsatzung Abwasser ( § 4 Anschluss- und Benutzungszwang, neuer Absatz 6) beschlossen, u.a. die Wartungsprotokolle für vollbiologische Kleinkläranlagen in digitaler Form übermittelt zu bekommen.


Hinweise für die Wartungsfirmen


Die Übersendung der Protokolle kann einzeln oder für mehrere Anlagen in einer vom ZWA MEV vorgegebenen Excel-Tabelle erfolgen. Diese Tabelle ist inhaltlich mit verschiedenen Verbänden in unserer Region abgestimmt, um eine Vereinheitlichung des Datenaustausches zwischen Wartungsfirmen und Abwasserverbänden zu erreichen.


Die Übergabe sollte regelmäßig und vor allem zeitnah nach den durchgeführten Wartungen erfolgen. Wichtig für den Eigentümer der Anlagen ist es, dass der Nachweis der geforderten Wartungen pro Jahr erbracht wird.

 

Die hier zum --- Download --- eingestellte Vorlagendatei kann als Musterdatei für das elektronische Wartungsprotokoll heruntergeladen werden.
Ausfüllhinweise dazu gibt es durch Anklicken der Spaltenköpfe.

Die Datei ist dann per E-Mail an folgende Adresse beim ZWA Hainichen zu senden: kka@zwa-mev.de

Beachten Sie bitte die geforderten Pflichtfelder, die in jedem Fall ordnungsgemäß ausgefüllt werden müssen. Fehlende Eintragungen in diesen Pflichtfeldern führen zu Fehlern bei der Datenübernahme im ZWA und müssen von uns nachgefordert werden.


Zusätzlich ist pro Wartung das Wartungsprotokoll als pdf-Datei mit einem selbst zu vergebenden Dateinamen zu übersenden. Diese Dateibezeichnung ist in der letzten Spalte der Excel-Tabelle der jeweiligen Wartung einzutragen. Dies dient vor allem als Nachweis der sachgerecht durchgeführten Wartung.


Zusätzlich zu der vorgegebenen Tabellenform besteht ebenfalls für die Wartungsfirmen weiterhin die Möglichkeit zur Übergabe der Wartungsprotokolle mittels der Schnittstelle aus der Software DIWA in den Versionen 4 und 5 in der jeweils gültigen Fassung. Auch im DIWA-Datenaustausch ist dem ZWA das komplette Wartungsprotokoll als pdf-Datei (Nutzung Funktion Schnittstelle DIWA) zu übergeben.


Unabhängig von der digitalen Übermittlung der Daten durch die Wartungsfirmen oder den Anlagenbesitzer selbst bleibt die Pflicht zur Nachweisführung über durchgeführte Wartungen in den Betriebstagebüchern vor Ort, am Standort der Kläranlagen, bestehen.


Die Schnittstellendefinition und die Hinweise zur Handhabung finden Sie unter dem Punkt "Schnittstellendefinition". 


Die Daten werden dort automatisch ins System übernommen und der Auswertung bzw. weiteren Verarbeitung zugeführt.